Buddha to go

Die Geschäftigkeit hat ihren Platz in unserem Leben –  ob im Beruf, im Alltag oder in der Freizeit. Und die geführte Bildungsreise ist – da sollten wir uns nichts vormachen – ein Kind unseres geschäftigen Treibens: wir wollen in kurzer Zeit für möglichst wenig Geld viel sehen und erleben. Aber wenn ich in ein buddhistisches…

Flußdelphin

Ja, ja wir haben ihn noch zu Gesicht bekommen in freier Wasserwildbahn, damals als wir durch Birma gereist sind. Unbequem sitzend auf den nassen Planken des Langboots, die Kamera im Anschlag, hielten wir Ausschau. Wir ahmten seine Laute nach oder gaben Klopfzeichen, so wie es uns der Fischer vormachte, der seine Dienste seinerzeit noch in…

Novize

Das wird ihnen gefallen haben, den Buben und Mädchen. Verkleidet wie Prinz und Prinzessin, hoch auf dem Elefanten, umringt von festlich gekleideten Eltern, Geschwistern und Verwandten in einer bunten und lauten Prozession. Jetzt siehst Du aus wie ein kleiner Buddha werden sie ihm gesagt haben oder sie haben es nur gedacht und dann machen sie…

Hart wie Teak

Wer bin ich? Ich bin die längste Teakholzbrücke der Welt, ca 1,3 km Wer mag mich? Die Touristen, die mich täglich kurz vor Sonnenuntergang zu Hunderten begehen, allerdings sind sie für mich zeitweise nicht mehr tragbar Wer mag mich noch? Die Händler zu meinen Stelzen, die Pickup – Fahrer, die mir diese Touristen bringen Wann…

Chapeau

In wenigen Situationen möchte man an ihrer Stelle sein, sehr oft sind sie in einer bedauernswerten Lage, aber sie schaffen es immer wieder mit mehr oder minder großem Aufwand sich und andere zu befreien. Erstaunlich: wenn nach der Paarungszeit des gerade trillernden Goldkehlchens gefragt wird oder wie groß das Kleingewächs am Wegesrand noch werden kann,…

Zeitreise

Eine Zeitmaschine müßte es geben, die mich in die Zukunft beamt oder in die Vergangenheit zurückversetzt. Manche Schriftsteller schaffen es, mich mitzunehmen in andere Welten, weil sie genügend Phantasie und Wissen besitzen, um mich mit wohlgesetzten Worten erfolgreich zu verführen. Es gibt aber immer noch reale Orte, in denen das Leben wie vor 100 Jahren…

Servus, Grüezi und Hallo

Jeder Asienreisende hat die Erfahrung schon mal gemacht: ich rede meinen einheimischen Gegenüber in dessen Landessprache an und erlebe in fast allen Fällen eine positive Reaktion, die umso intensiver ausfällt je dümmer ich mich mich dabei anstelle. Wenn ich einige Vokabeln zur Verfügung habe, kann sich sogar mal ein Gespräch ergeben, über dessen Tiefgang allerdings…

Filter

Die einen geben sich mit einem Handy-Schnappschuß zufrieden, die anderen bringen eine Mordsausrüstung mit, um diesem Naturschauspiel Herr zu werden. Dann gibt es da noch den Gefühlsmenschen, dem es genügt, sich unverstellt dem Augenblick hinzugeben, die Stimmung einzufangen, die von einem Farbenspiel in einer außergewöhnlichen Umgebung ausgeht. Es geht um den Sonnenuntergang in der Pagodenlandschaft…

Dollar

Mal ein Blick auf Myanmar aus der Sicht des Global Players, die Brille mit den Dollarzeichen auf der Nase: Frage an die Runde: Warum sollen wir in dieses Land investieren? Schaut euch doch die miserable Verkehrsinfrastruktur an, das lahme Internet, die horrenden Grundstückspreise in Rangun, das labile Stromnetz. Nein, nein, nicht jetzt, das wäre unvernünftig…

Mode

Sich abzuschotten ist für ein Land nahezu unmöglich geworden, Nordkorea benötigt dazu eine Schreckensherrschaft. Die Militärs in Myanmar haben mehr oder weniger freiwillig das Land geöffnet und die Einflüße für die Menschen sind gewaltig. Die Touristen, die westlichen Firmen, an den Straßen die riesigen Werbeträger mit den weißen Gesichtern, die Telenovelas. Und wie reagiert der…

Rosa oder scharlachrot

Mönche allüberall. Morgens schwärmen sie aus in ihren scharlachroten Gewändern, die weiblichen in Rosa gehüllt. Ein immer wieder beflügelnder Anblick. Sie sammeln die Nahrung für den Tag in silberfarbenen Gefäßen, sie betteln nicht, nein, sie tun den Menschen einen Gefallen, wenn sie spenden dürfen, es ist gut für deren Karma. Allein ihr Ankleiden ist eine…

Radlos

Es gibt noch einige in China, in Vietnam sind sie bedroht und ziehen sich in abgelegene Gegenden zurück: die Fahrradfahrer, die aktiv und nur mit Muskelkraft am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Sie stören aber auch. Sie sind unberechenbar, Ihre Gefährte sind zu langsam, teilweise überladen. Mit Recht nehmen sie inzwischen im Verkehrswettstreit den vorletzten Rang ein…