LAOWAI

Mit China warm werden ist nicht einfach. Die nervige Einreiseprozedur: da hatten wir das Gefühl, die empfangen uns nicht mit offenen Armen.
Das Kontrollgehabe an den Bahnhöfen: jeder kleine Fehler wird bestraft, das System greift in dein Leben ein und macht dich willfährig.
Die Kameras allüberall.
Wir glaubten in einem Lokal unseren Regenschirm vergessen zu haben und fragten die Besitzer, selbstverständlich mit Translater. Der Suchprozess dauerte. Am Ende zeigten sie uns einen Film: Hauptdarsteller WIR, die keinen Schirm dabeihatten. Das war lustig.
Chinas schöne Seiten, hier einige Beispiele:
Senioren haben bei nahezu allen Sehenswürdigkeiten freien Eintritt, auch der Laowai so wie wir
Herzlichen Dank für diese Wohltat, Herr Xi

Die Preise für öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere die Metro, sind sehr günstig. Der Fahrtakt ist vorbildlich.

Der Fahrdienst Didi, Chinas Uber: so günstig und ausnahmslos schnell haben wir diesen Service nirgendwo auf der Welt erlebt.

Und alles funktioniert ohne Bargeld, Alipay heißt die Zauberformel, in der Metro, klar, am Obststand, selbst der Bettler, der auf der Straße liegt (selten!) bietet seinen Scan an für das Almosen. Einen Geldschein haben wir nie in der Hand gehabt, Dollars hatten wir dabei, nehmen sie nicht.
Fazit: Anfangs dachten wir, dieses Land sieht uns nie wieder, im Laufe der 30 Tage hat sich die Meinung verändert: ein Comeback ist möglich.