Nein, es ist kein See auf den wir schauen von unserer Hotelveranda, es ist ein Nebenfluß des Mekong, der Nam Ou, langsamer fließen hieße Stillstand, sinnbildlich für das Leben hier in Non Kiaw, ein paar Autostunden von Luang Prabang. Ab und zu tuckert ein Longboot vorbei, zwei, drei Fischer bemühen sich auf Kanus und mit kleinen Netzen, dem Fluß etwas abzuringen. Es ist alles so herrlich geruhsam an diesem Fluß, während die Hauptstraße schon mehr Geschäftigkeit zeigt, da merkt man, wo die Reise hingeht. Autos fahren fast keine, der E-Motorroller wird schon in die Wiege gelegt, die Schulpflicht ist wohl der Nachweis für die Fahrtauglichkeit.
Es tut gut, hier herunterzukommen nach zu viel Geschäftigkeit in den Großstädten. Wir genießen die beschwerlichen Wanderungen zu den Viewpointen mit dem Lohn herrlicher Aussicht, die Ruhe in unserer kleinen Hotelanlage und natürlich ihn den Hauptdarsteller, den Nam Ou. Ich weiß nicht wie du früher warst, bevor Kraftwerke dich gezähmt haben. Ich weiß nur, daß du mir was gibst, so wie du jetzt bist.
P.S. Während ich das schreibe fahren wir auf einem alten Holzboot zurück nach Luang Prabang. Der Bootsführer ist so alt wie sein Boot und steuert
Mit einem überdimensionierten Lenkrad. Wir – das sind ca 20 Leute sitzen komfortabel auf ausrangierten Autositzen. Das Tempo ist gemächlich.