Mérida, ein Erlebnis für die Sinne

Merida ist voller Leben und das liegt nicht nur an der unablässigen Geschäftigkeit seiner Bewohner. Es sind vor allem die kulturellen Veranstaltungen, welche die Stadt so liebenswert machen.
Es geht schon los bei den Vorbereitungen. Wo eben noch am Grand Plaza und vor der Kathedrale wuseliger Verkehr das Bild bestimmte, sind Ruck zuck Absperrgitter aufgestellt, hunderte Stühle. Respekt.
Die Leute stellen sich an – diszipliniert und maskiert – und warten auf kostenfreien Einlass.
Am Mittwoch eine Mayazeremonie mit viel Feuer und Beräucherung des Publikums. Anschließend das traditionelle Ballspiel Juego de Pelota, das schon im 9. Jahrhundert gespielt wurde. Ein Kautschukball muß vornehmlich mit dem Ellenbogen ohne Hilfe von Hand und Fuß durch einen Ring befördert werden. Die Kämpfer kommen martialisch daher, bunt bemalt und mit Federn geschmückt, dem – Achtung, bitte merken – Quetzalcuatl = Schwanzfederschlange nachempfunden, einer Mayagottheit.
Am Donnerstag Yucatanfolklore am
St. Luciaplatz 21 Uhr, wir sitzen unter mächtigen Bäumen, vor uns das 20 Mann Orchester in Weiß mit Strohhut vor einer gelben Hausfassade, Einmarsch der Tänzer innen und Tänzer, vornehmlich in Weiß, die Männer mit Hut, die Frauen mit Haarschmuck in den Mexikofarben grün und rot. 10 Paare bewegen sich stolz und elegant zu schmissigen lateinamerikanischen Rhythmen.
Ein Erlebnis für alle Sinne.
Mexiko, so darfst du weitermachen.