Schlupfloch Hanoi

Unscheinbar ist kein Ausdruck, unsichtbar würde besser passen, wollte ich den Eingang zu unserem Appartement in Hanois umtoster Altstadt angemessen beschreiben.

Er ist – richtig besehen – von bunten Tüchern und Schals der Geschäfte links und rechts umgeben, umspielt, verhüllt,  von Passanten nicht einsehbar,

ein Glück, die Geschäftsdamen wissen unsere fragenden Blicke zu deuten, ja genau, da müßt ihr rein, und – tatsächlich, da ist das Schlupfloch mit dem Schlüsselkästchen an der Hauswand, Code eingeben,

2 Schlüssel innenliegend, mit Schlüssel 1 öffnest du Tor 1, dann durch den ellbogenbreiten Durchgang – na gut, Motorrollerbreite – mit Schlüssel 2 das Profifahrradschloss öffnen, das die schwere Metalltür vor dem Treppenaufgang verschließt. 2 schmale Treppen rauf, da ist die Appartementeingangstür mit dem nächsten Codeschloss, Türcomputer, per WhatsApp mitgeteilten Code eingeben, zitter, zitter –

dann machts surrrrrr.  Erleichterung pur. Entspannte Ankommensfreude.

3.Stock, unser kleines Ressort, mit allem, was nötig ist, auch für die kleine Küche, permanent beäugt von der Türkamera, egal, der Lärm da unten stört nur die anderen.

Nach 2 Tagen haben wir ihn schon lieb, unseren Rückzugsort in Hanoi, direkt am Hoan-Kiem-See (Schmarrn, nicht Chiemsee),

das ist der mit der roten Brücke.

Das spüren unsere Vermieter auch, es gibt Bananen und einen Neujahrsgruß zum Mondkalendertermin 25.01.  – Tetfest hier genannt – den traditionellen Zweig mit rosa Pfirsichblüten.

Chuc Mung Nam Moi oder Happy New Year.