Turbanträger

,Ein Taliban, da schau her.

Nein, nein nur ein Turbanträger, Deutscher, Typ Manager mit Burnoutsyndrom, nachdem er den sogenannten Stirnguss verpaßt bekommen hat.
Aber warum dieser Kopfschmuck, das mehr oder minder kunstvoll geschwungene Tuch?
Der Stirnguss wird von der Ayurvedaärztin verordnet, um das vegetative Nervensystem wieder in die Reihe zu bringen.
Zur Vorbereitung bekommst du zunächst eine Kopfmassage, dann heißt es Platz nehmen auf der Massagebank, Augen werden leicht bedeckt und dann gehts los, dein Therapeut sitzt hinter Dir und läßt einen Ölfilm über deine Stirn laufen, immerzu, zirka eine Stunde, schön gleichmäßig von links nach rechts. Und dann passiert was oder auch nichts, beim einen macht es Ramba Zamba und er ist zurückversetzt in seine Kindheit oder sein früheres Leben, den anderen läßt es kalt wie den Ölwechsel
am heimischen Daimler.
3 Tage (und Nächte) lang hast du das Vergnügen, so geschmückt oder entstellt rumzulaufen, der Kopf soll warm bleiben, was bei Temperaturen über 30 Grad bequem gelingt.
Ein Außenseiterdasein gibt es auch nicht: zu Tisch bist du von deinesgleichen umgeben, als Fremder unter Fremden.
( Ayurvedakur 2012 in Indien Nikkis Nest )

 

 

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