Laufend Inkas

 

„Der Chef kriegt heut‘ mal wieder keinen Fuß auf den Boden“ – ein derartiger Spruch ist aus der Inkablütezeit im 15. und 16. Jahrhundert nicht überliefert und er wird auch aus Ehrfurcht vor dem Chef nicht einmal angedacht worden sein, immerhin war er König und Papst in einer Person, eine herausragende Stellung, die durch die Tatsache, daß er sein Leben lang in einer Sänfte getragen wurde und niemals die Erde berührte, eindrucksvoll zelebriert wurde.

Da waren seine Botschafter von einer ganz anderen Natur. Sie waren Läufer mit Schnüren um den Bauch und Knoten, die kunstvoll zu geheimen Nachrichten geflochten waren. Nur wenige Eingeweihte waren in der Lage, sie zu entschlüsseln. So konnte der Sapa Inka, so nannte man diese Herrscherfigur, sein riesiges Land vom Thron aus regieren.
Auch die aktuellen Einheimischen, die auf dem Inkatrail mit dem Ziel Machu Picchu die Touristen als Träger begleiten, sind nur laufend unterwegs. Ja klar, sie brechen bei den Etappen später auf und müssen trotzdem eher am Ziel sein.
Ich habe sie nach getaner Arbeit auf ihrem Weg nach Hause beobachtet – schwer bepackt und im strengen Laufschritt.
Ollantaytambo – ab hier fährt die Bahn nach Machu Picchu

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