Madre de Dios

Was ist los mit dem Urwald im Amazonasgebiet am Rio Madre de Dios, seine Bewohner machen, was sie wollen, die Affen lassen sich nicht zum üblichen Treffpunkt locken, der Kaiman bewegt sich außerhalb des Zoombereichs gängiger Fotoapparate, die Papageien an der Salzlecke lassen die Touristen mit Schlafdefizit  lange warten und kommen nicht in erwarteter Zahl, die Vogelspinne bleibt im Loch, hat keine Lust auf Streit, immerhin die Otterfamilie zeigt sich beim knackigen Fischfrühstück und die Fledermäuse lassen uns nah ran. Danke auch den Kormoranen für das geduldige Posieren.

Das hat vor über 30 Jahren Leute, die ebenda ihrer Arbeit nachgegangen sind, nur peripher interessiert. Für sie ging es darum, ein Schiff über Berg und durch Urwald zu ziehen, verrückt, mit dabei die Fimschaffenden Herzog und Kinski, Verrückte, das alles nur weil sich jemand mal eingebildet hatte ein Opernhaus im Dschungel errichten zu wollen, damit dort Caruso singe, der hieß Fitzcarraldo, so heißt auch der Film, wieder ein Verrückter. 
Na ja, so ganz uninteressant ist das alles nicht, Kraft und Gewalt der Töne in dieser grenzenlosen, unüberschaubaren Natur und … eine Spur Wahnsinn hat noch keinem Filmemacher geschadet.
Übrigens war kein geringerer als Mick Jagger für diesen Film vorgesehen, das ganze Projekt verzögerte sich und Mick mußte auf Welttournee. Mario Adorf auch, nein er mußte nicht auf Welttournee, er hat in weiser Voraussicht den Job bei der Aachener Münchener vorgezogen.
 

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