San Pedro Di Atacama

Du sitzt in einer Bar in diesem Ort mit dem wohlklingenden, langen Namen, die Saloontür geht knarzend auf, Staub löst sich vom Lampenschirm und fällt im Lichtkegel langsam zu Boden. Der Cowboy tritt ein und klopft sich laut und vernehmlich auf seinen Lendenschurz, rückt seinen Colt zurück und macht sich auf den Weg zur Theke. Schaut her, da bin ich.

So oder so ähnlich kann es dir gehen – mit ein wenig Phantasie – in dieser Oase mit dem wohlklingenden, langen Namen, sie kommt rüber wie eine Westernstadt, allein die Hauptstraße, Belag: keiner, aber glatt getretener Lehm. Die Rolle der Cowboys übernehmen die vielen Backpacker, von denen nicht wenige dem Ruf des Ortes als Drogenumschlagplatz gefolgt sind und die es sich nicht nehmen lassen, sich die eine oder andere weiße Linie durch die Nase zu ziehen. Den Stoff haben die Bolivianos in der Nacht mühsam durchs Gebirge geschleppt.
Wir spielen nicht richtig mit in diesem Spiel, sind aber als Statisten gerne nah dran am Geschehen.

Und danke übrigens der Inkaband für das stimmungsvolle Livekonzert auf dem Stadtplatz.

 

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