Ceviche, so weiß

Mein Standort: Pazifikküste, Peru, ca. 200 km südlich von Lima. Die aufstrebende Hafenstadt heißt Pisco, es ist Sonntag, der 02. November 2014. Am Ende des langen Piers stehe ich neben dem Restaurantbesitzer Pedro. Wir schauen beide hinaus aufs Meer und erwarten sehnsüchtig die Ankunft seines Hausfischers, es ist früh, der Strand menschenleer. Die Stimmung, die Gerüche, die wenigen Geräusche …

Und dann ist er da, der Kutter, ein schönes Bild. Ist die Größe der Möwenmeute, die ihn umschwirrt, ein Hinweis auf reiche Beute? Wie sich herausstellt nein. Ich zeige auf ein besonders schönes Exemplar seines übersichtlichen Fangs, schaue in das gegerbte Gesicht des Fischers und weiß dann, daß ich eine gute Entscheidung getroffen habe.

Mittags sitze ich bei einem Glaß Weißwein im El Dorado, Pedros gut besuchtem Lokal. Wieder schaue ich entspannt auf Meer und Strand, gespannt geht hin und wieder ein Blick in Richtung Küche. Ich habe bestellt meinen ausgesuchten Loup de Mer von heute morgen, kalt gegart in Limettensaft, dazu etwas Zwiebeln, Koriander, Chili. Mein Gott so einfach, aber das ist es ja gerade. Moment, Pedro steht gerade vor mir, der Fisch auf seinem Teller strahlt weiß in hellem Sonnenlicht.
Das sind sie, die Augenblicke und Glücksmomente.

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