Nachbarschaftshilfe

Er versucht sich zu verstecken, der liebe Nachbar, aber es ist gerade im Norden Myanmars unmöglich, ihm nicht zu begegnen. Er möchte es eben nicht an die große Glocke hängen, wie rührend und uneigennützig er sich kümmert.

Gut, Myanmar hat reiche Ressourcen. Gold, Edelsteine, Holz usw. Aber es bedarf schon eines erfahrenen Beraters, um mit diesen Schätzen angemessen umzugehen. Und an dieser Rolle gefällt sich
der Chinese – hier und in seinem übrigen Südostasien.
Unter Nachbarschaftshilfe fällt auch die Ölpipeline vom westbirmanischen Kyankpyu nach Kunming über ca. 1200 km. Dadurch macht sich das Land nicht mehr so erpressbar, da bisher 80% des Öls durch die strategisch ungünstige und von Piraten gefährdete Straße von Malakka verbracht wurde.
Zum Ausgleich verbessern sie die Infrastruktur im Bereich der Pipeline. Wenn das nichts ist.
Doch die Generalität, die in Myanmar weiterhin das Sagen hat, riecht inzwischen den Braten. Sie stoppte ein unter chinesischer Federführung laufendes Großprojekt (Talsperre am Irrawaddy mit Wasserkraftwerk) und bei der Ausschreibung für die Errichtung eines Telekommunikationsnetzes bleiben chinesische Firmen außen vor.
Ob China sich das gefallen läßt …
Ich beobachte es mit Interesse und Sorge.

 

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