Bora Bora

Den schönen Augenblick, das scheinbar unwiderbringliche Momentum, gilt es festzuhalten. Nicht als Lichtbild, nicht auf der Tonspur, nein. Genau, wer hat da im Herzen gesagt? Nicht schlecht. Kopf hätte ich auch durchgehen lassen – also da irgendwo oder in der Nähe.
Du mußt es spüren, das Besondere. Es verursacht so ein eigenartiges Prickeln auf der Haut. Deine Augen vermögen kaum, soviel Beeindruckendes aufzunehmen. So war das in diesem Moment, als wir das Minieiland in der türkisleuchtenden Lagune ansteuerten, die unser Bootsführer, ein Typ wie Alexis Sorbas, sein eigen nennt.
Sein Hund an der Bootsspitze, ein Bild des Jammers wegen seiner hautkrebsgeschädigten Haut, hatte uns schon lange seine Erwartung spüren lassen, auf seine Kollegen zu stoßen, die erst furchterregend, dann friedlich das Inselchen bewachten.
Er legt an, wir steigen aus, langsam und bedächtig bewegen wir uns durch knietiefes, durchsichtiges, ein wenig wadenkühlendes Wasser auf die Insel zu. Über den makellos weißen Sand erreichen wir den schattigen, weil palmenzweigbedeckten Unterstand. Sein junger Helfer, für manche eine Südseeinselsünde wert, bringt Essen und Trinken, wir graben mit Blick auf die Lagune die Füße in den Sand, Alexis stimmt derweil seine Gitarre und dann seine Südseeromantiklieder an. Wir summen und singen mit. Der Refrain ist auch bei diesen Liedern Bestandteil und schnell eingängig.

Es müßte ihn, den Refrain, auch für diese gewissen Augenblicke und Momente geben. Nein, besser nicht. Lassen wir sie einmalig sein. Aber zumindest die Möglichkeit eines Umschaltens auf Zeitlupenmodus wäre doch eine annehmbare Verbesserung des Way of Life.