Vor allem nachts sind sie unterwegs mit ihren aufgemotzten Luxuskarrossen, schnell und laut brausen sie durch Jerewans verlassene, schnurgerade Straßen, hoppla, jetzt kommen wir, die Elite, die das Geld hat und gut vernetzt ist – uns kann keiner.
So ist das in postsowjetischen Zeiten, da werden die Merkmale des Kapitalismus nochmal stärker betont. Männer machen das.
Und die Frauen? Wer es sich leisten kann betont den Körper, aufgespritzte Lippen, Fingernägel auffällig bunt und auffällig lang.
Wo Einheimische sich treffen dominiert die Männerrunde, na was denn sonst. In den Nachbarländern wird es nicht anders sein. Emanzipation braucht seine Zeit.
Wir benötigen kein getuntes Luxusauto und kürzen uns die farblosen Fingernägel. Wir fahren mit der Maschrutka einem Minivan, von Ort zu Ort und möchten manch schöne Begegnung unterwegs nicht missen. Zumeist bewegen wir uns zu Fuß; hin und wieder nutzen wir ein Taxi vom Vermittler Yandex.
Es geht nun zurück nach Georgien.
Ցտեսություն Armenien, auf Wiedersehen, es war uns eine Ehre und eine Freude.
Danke für die Gastfreundschaft