… und wenn es mir unten in den engen Gässchen zu laut und zu hektisch wird, dann steig ich hinauf in den sechsten Stock meines Appartamento, schau von der Terraza auf die rotbraune Dachziegelwelt um mich herum, beginne zu träumen, lasse mich vom Geschrei der Möwen nicht stören, genieße den Cappuccino, beobachte die Standseilbahn, die ins Bergdorf Brunate hochzuckelt …
bis der Dom mich aufschreckt, ach ja der Dom, rückt sich ins Blickfeld mit seiner blassgrünen Kuppel und sagt mir die Zeit an, nicht mit zartem Glockengeläut, sondern mehr so wagnerianisch, daß selbst die Möwen verstört sind. Das alles spielt sich ab nicht in Rom oder Florenz, nein in Como, am Comer See, genau. See sehe ich von meiner Terraza aus nur minimal. Um seine ganze Bellezza zu genießen, muß ich ein paar Meter laufen. Das mach ich jetzt mal.