Zur Vorbereitung einer Reise in fremde, untouristische Regionen gehört es u.a. auch, sich mit den Essgewohnheiten der Einheimischen zu beschäftigen. Deshalb hab ich mir ein Glas Kimchi gekauft, denn wir fliegen in ein paar Tagen nach Seoul und dort sowie in ganz Südkorea kann man bei einem Besuch von Restaurants aus dem mittleren Preissegment Kimchi nicht entkommen. So steht es zumindest in den Reiseführern.
Es handelt sich dabei um fermentiertes Gemüse, vornehmlich Chinakohl, dann Rettich, gewürzt mit z.B.
Ingwer.
Kimchi gibt es tatsächlich bei Aldi zu kaufen und das hab ich gleich mal gemacht, die Globalisierung füllt die Regale. Zum Glück hält sich die Globalisierung der Geschmäcker trotz aggressiver Werbung in und an Grenzen, sodaß ich mehr oder weniger unbeeinflußt nach überstandenem Genuß sagen kann: Kimchi schmeckt mir nicht.
Was nun, das Essen ist nun mal ein wesentlicher Baustein für das Gelingen einer Reise. Die Koffer sind gepackt, die Hotels sind gebucht. Sich auf Fastfood beschränken, das Reisebudget erhöhen und Luxusrestaurants aufsuchen. Nein , es bleibt nur die Hoffnung, daß der Aldi es mit seinem Produkt noch nicht nach Südkorea geschafft hat, daß vielmehr die Südkoreaner mich mit ihrer speziellen Art der Zubereitung ihres geliebten Kimchis überzeugen können. Gerade die Asiaten wissen, daß Liebe durch den Magen geht und so bin ich zuversichtlich, daß sie alles unterlassen werden, was mich daran hindern könnte sie zu mögen und mich in ihrem Land wohlzufühlen.
Wir freuen uns auf Südkorea und den anschließenden Besuch in Japan und sagen jetzt schon mal 안녕하세요 (annyeonghaseyo) und こんにちは Konnichiwa = Hallo.