Züge online buchen, in Indien, eine Wissenschaft für sich, also soll’s der Typ vom Reisebüro nebenan machen: Auftrag war Nachtzug, der sog. Sleeper, 4Bett, aber nicht das obere, wir sind nicht mehr im Kraxelalter und müssen auch schon mal öfter raus, aufs Örtchen, aufs indische. Zug hatten wir ja schon ausprobiert, Kalkutta nach Bodhgaya …, ein positives Erlebnis, was soll schon passieren. Im Wartebereich des Bahnhofs von Hampi entziffert ein netter Inder unser Ticket – mit dem Ergebnis: unsere Plätze sind zwar unten, aber dafür sind wir 2 Waggons voneinander getrennt. Auch Verpflegung ist nicht included. Ja toll, eine echte Herausforderung, haben wir das nicht auch ein wenig gewollt, aber da gibt es ja noch den Faktor „hilfsbereiter Mitreisender“, die haben dann in einer Gemeinschaftsaktion dafür gesorgt, daß wir zumindest in Sichtweite untere Kojen beziehen konnten, Verpflegung wurde über App geordert und sollte bei einem längeren Aufenthalt entgegengenommen werden, der Bote kam und kam nicht, ein zweiter Netter gab im letzten Moment dem Zugbegleiter einen Schein, der soll im Bahnhof was besorgen, das hat dann geklappt , nur hatte ich keine Chance auf Rückzahlung, er nahm nicht einmal das Restgeld an, aber meine Lobeshymne auf die deutsch indische Freundschaft kam als Entschädigung gut bei ihm an. Deutschland und Indien, eine Beziehung mit viel Potenzial, wir brauchen neue Verbündete, neue Märkte, Amerika mag uns nicht mehr.
Nur den Sleeper, liebe Inder, den haben wir stellvertretend getestet, den solltet ihr behalten, kein Exportschlager, der paßt nur zu euch.