Die Touristen aus der westlichen Welt haben es auf der Suche nach den Sehenswürdigkeiten in Seoul nicht gerade leicht – der Jetlag, der Verkehr auf überquellenden Straßen, das Gewusel unter der Erde nach der ersten Phase der Orientierungslosigkeit, na ja, wie in allen asiatischen Großstädten.
Da kam uns die liebevolle und überaus fürsorgliche Hilfe zweier Damen aus Seoul sehr entgegen, die wir in Usbekistan kennengelernt hatten, wo denn sonst. Sie haben uns den Aufenthalt hier erleichtert und uns gezeigt, was asiatische Gelassenheit und Liebenswürdigkeit bedeutet. Eigentlich bringt der Gast die Geschenke mit, hier nicht, wir wurden beschenkt, ohne Rücksicht auf unser beschränktes Packmaß – und hatten bis heute keine Chance uns zu revanchieren.
Ich glaube die Südkoreaner mögen uns Deutsche oder sie mögen alle Gäste, weil sie mit sich selbst im Reinen sind. Die Erfahrung wird sich im Laufe der nächsten Tage noch beweisen, hoffentlich.
Eines noch: wir hatten ja eine Einladung von Kim, dem Nordkoreaner – Zuwinken an der Grenze. Ich habe ihm schon abgesagt. Seoul hat unsere ganze Aufmerksamkeit beansprucht und auch verdient. Eventuell treffen wir uns, wenn er die Knechtschaft beendet und die Grenzen öffnet.
Das hab ich ihm so mitgeteilt …
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