Popay sagen die Einheimischen abgekürzt zu ihrem Popayan, der sogenannten weißen Stadt an den westlichen Ausläufern der Zentralkordilleren, 1750 m hoch, aber wegen der Nähe zum Äquator immer schön warm. Bei Popay fällt mir immer Popey ein, die Älteren von euch werden sich eventuell erinnern, eine Zeichentrickfigur,
die durch Einnahme von Dosenspinat ungeheure Kräfte entwickelte. Im Werbefernsehen liefen die Filme in den 70iger Jahren, herrlich, sehr zu meinem Vegnügen. Aber egal, Popayan ist eine sehenswerte und lebendige Universitätsstadt, nicht unbedingt am Wochenende, wenn seine Studenten abwesend sind. Interessanter wegen seiner indigenen Kultur ist der Ort Sylvia, 2 h mit dem Bus von Popayan entfernt. Immer am Dienstag ist Markttag, da zieht es die Indigenen der Umgebung in den Ort, um insbesondere ihre verschiedenartigsten Kartoffelsorten zu verkaufen. Ein tolles Erlebnis für uns, das Marktambiente ist echt, die Indigenen tragen ihre Tracht, weil es zur Identität gehört, Männer dunkelblau, Frauen lila, teils mit Halsschmuck, beide mit schwarzem Hut, einige mit Strohhut. Das ergab ein Bild, das wir so schnell nicht vergessen werden. Danke, daß wir sogar ihre Interessenvertretung vor Ort betreten durften. Hier herrscht am Markttag reger Austausch. Wir konnten uns dort frei bewegen, es gab keine Berührungsängste.
Dann ging der Tag in Silvia zu Ende, die einen brachten ihre Einkäufe oder nicht verkauften Waren in Jeeps oder im Chiwa in ihre entlegenen Bergdörfer, die anderen
, nämlich wir, entfernten sich etwas nachdenklich, aber dankbar ob des Erlebten.