Komm, Cali, mach dich hübsch für uns, streich deine Fassaden, mach die Bürgersteige begehbar, räum den Müll weg, gib den Obdachlosen eine Behausung, wir sind in deiner Stadt, zieh dein schönstes Kleid an … oder besser nicht, wir wollen nicht belehren, du weißt, wo du ansetzen mußt, an der Leidenschaft, an der Freundlichkeit, an der Lebenslust deiner Menschen mit Sicherheit nicht.
Wir sind Dir sehr zögerlich begegnet, nur tagsüber, ganz gezielt in der näheren Umgebung unseres Innnenstadthostels, unserem sicheren Rückzugsort. Du weißt schon, Deine Sicherheit hat nicht den besten Ruf.
Und dann haben wir im Hostel unter Anleitung Salsa geübt, sind am Abend in der Gruppe raus, dahin, wo getanzt wird, wo gesungen und musiziert wird, eine Seitenstraße, mit strenger Einlaßkontrolle, Du wirst gefilzt, Instrumente sind erlaubt, die Schnapsflasche auch, es ist laut, Salsamusik in Endlosschleife, es ist eng, zu eng zum Tanzen, schnell ist von Rückzug die Rede, die 2 aus Rosenheim haben genug, wir gehen ins MalaMana, gleich um die Ecke, 10000 Eintritt, 2 Euro 50, das beruhigt, die Tanzflächen in mehreren Räumen sind voll, aber es ist genug Platz, die Musik vom Band wird unterstützt von einem leibhaftigen Schlagzeuger, wir tanzen mit, unseren Stil, die Leute um uns herum freuen sich, de donde eres, wo kommst du her. Um Mitternacht denken wir an den Heimweg, schnellen Schrittes, Cali hat ein Auge auf uns. Warum auch nicht. Wir haben der Stadt schließlich auch sehr viel Sympathie entgegengebracht und werden sie nur in guter Erinnerung behalten.