Chiva im ländlichen Kolumbien

Von A nach B zu kommen ist in Kolumbien, zumal hier in der gebiergigen Kaffeezone, eine tägliche Herausforderung.
Gerade hier in Manizales mit seiner
einzigartigen Lage, fast alle Häuser der 40000 Menschen in Hanglage, stufig gehts im Schachbrettmuster hoch auf 2200 m, es lag da nahe, dem Verkehrschaos mit einer Seilbahn zu begegnen und so gehen inzwischen 3 Bahnen hinauf in 3 verschiedene Stadtteile.
Es geht auch anders: Mehr der Entschleunigung dient die Fahrt in einer Chiwa, das sind so Bullen wie amerikanische Schulbusse, Metallfahrgestell, nach allen Seiten offen, Holzbänke, mächtiger Kühler, mobile Leiter zum Besteigen … und quietschbunt wie die kolumbianische Nationalflagge. Wir fuhren 2 Stunden auf
holprigen Feldwegen, durch Dschungel, dann wieder Viehweiden, wenige Häuser. Immer wenn er Zustieg erwartete, ließ der Fahrer seine dröhnende Basshupe ertönen, die uns jedesmal von den Bänken riss.
Aber warum sind die Einheimischen bei der Hitze so angezogen als sei ein Temperatursturz zu erwarten, manche sogar mit Schal. Nach ca 1 Stunde gab es die Erklärung: der Staub nahm immer mehr zu, die Franzosen auf den Hinterbänken hörten auf zu singen. „Bedecke sich, wer kann“ war die Devise für alle, nein, nicht für alle, der Fahrer hatte weiter seinen Spaß.
Wer das mal machen will: der Bus fährt in dem idyllischen und farbenfrohen Bauernstädtchen Jerico um ca 14 Uhr ab nach Jardin.
Aber Achtung: Staubtuch nicht vergessen.